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Grub: Allgemeine Einführung

Ein kritischer Punkt im Umgang mit GRUB, ist zu verstehen, wie GRUB Festplatten und Partitionen referenziert. Die Linux Partition /dev/hda1 wird von GRUB als (hd0,0) angesprochen. Man beachte bitte die Klammer, um hd0,0 - sie ist wichtig. Festplatten werden mit 0 anstatt mit "a" beginnend hochgezählt und auch die Partitionen starten mit 0 und nicht mit 1. So wird aus /dev/hdb3 (hd1,2) und aus /dev/hdd7 wird (hd3,6). Nachdem man ein Gefühl dafür bekommen haben, notiert man sich die Gerätenamen der "root" und "boot" Partitionen im GRUB Format. Jetzt kann man GRUB installieren.

Installation von GRUB

Der einfachste Weg, GRUB als Bootloader zu installieren, ist grub am Prompt der Shell einzutippen:

#rpm -ivh grub-0.95-10.i586.rpm (Für RPM-basierte Distributionen)

#grub

Man wird vom grub> Prompt und der GRUB Kommandozeile begrüßt. Nun muss man die passenden Kommandos eingeben, um den GRUB "Bootloader" auf der Festplatte zu installieren. In der Beispielkonfiguration wird GRUB im "Master Boot Record" (MBR) der Festplatte installiert. In diesem Fall gibt man folgende Kommandos am GRUB Prompt ein:

grub> root (hd0,0)

grub> setup (hd0)

grub> quit

Was genau bewirken die zwei Befehle? Mit dem root ( ) Kommando bekommt GRUB die Position Ihrer Bootpartition mitgeteilt (in diesem Beispiel /dev/hda1 oder besser (hd0,0), um bei der GRUB Terminologie zu bleiben). Der zweite Befehl setup ( ) bestimmt, wohin GRUB den Bootloader schreiben soll. Dieser wird dann so konfiguriert, dass er seine speziellen Dateien auf der mit dem root ( ) Kommando vorgegebenen Partition sucht. In diesem Beispiel soll der Bootloader im MBR (Master Boot Record) der Festplatte installiert werden. Dabei kann einfach /dev/hda oder besser (hd0) als Position angegeben werden. Soll GRUB als sekundärer Bootloader installiert werden, wird er einfach in den Bootrecord der entsprechen Partition geschrieben. Wenn GRUB den Bootrecord erzeugt hat, kann man GRUB durch eingeben des Befehls quit beenden. Es muss nur noch die Datei /boot/grub/menu.Ist so angepasst werden, dass GRUB beim Booten ein nettes Bootmenü anzeigt.

Bootmenü erzeugen

Zu diesem Zweck erzeugt man die Datei /boot/grub/menu.lst mit folgendem Inhalt:

default 0
timeout 8

title=Linux
root (hd0,0)
kernel /boot/bzImage root=/dev/hda3

# Der folgende Eintrag wird nur bei Dual-Boot benötigt
title=Windows NT Workstation
root (hd0,5)
chainloader +1

# Zum Booten ab Diskette
title Diskette
root (fd0)
chainloader +1

Anmerkung: Die Dateiendung von menu.lst muß "lst" ("list") lauten, nicht "1st" ("first"). Außerdem dürfen innerhalb der (hd0,0) Klammer keine Leerzeichen sein.

Wenn man den Kernel mit zusätzlichen Optionen laden will, kann man diese einfach durch Anhängen an das Kernelkommando übergeben. Momentan wird bereits eine Option (root=/dev/hda3) übergeben, aber es können durchaus weitere angehängt werden.


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